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Wonnemonat für die queere Forschung im Sinne Hirschfelds
Berlin (18.11.2011)
"Die Zusicherung der aktiven Unterstützung des Aufbaus des Magnus-Hirschfeld Instituts durch die neue Rot-Schwarze Koalition in Berlin ist ein weiteres herausragendes Ereignis. Ein Grund zur Freude", erklärt Tatjana Eggeling, Vorstand der Initiative Queer Nations e.V. (IQN) zum Berliner Koalitionsvertrag, in dem es heißt: "Die Gründung des Magnus-Hirschfeld-Instituts des Bundes in Berlin wird aktiv von der Koalition begleitet."
Bodo Niendel, Vorstand IQN, ergänzt: "Nachdem die Bundesregierung bereits in diesem Monat die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gründete und sich nun auch die Berliner Koalition zur aktiven Unterstützung verpflichtete, können wir von einem Wonnemonat für die queere Forschung im Sinne des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld sprechen."
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Initiative Queer Nations e.V. (IQN) ist erfreut über die Gründung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Berlin (10.11.2011)
"Von dieser Bundesstiftung geht ein entscheidender Impuls zur Förderung und Erforschung der sexuellen Vielfalt aus. Die Forschung über Lesben, Schwule Trans- und Intersexuelle führt an den Hochschulen bislang ein Nischendasein. Die Bundesstiftung kann dem entscheidend Abhilfe schaffen und wichtige Impulse in Politik und Gesellschaft setzen", erklärt Dr. Tatjana Eggeling, Vorstandsmitglied der Initiative Queer Nations e.V.
Die IQN begrüßt die Gründung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld auch deshalb, weil die Anregungen, die der Deutsche Bundestag bereits 2002 zu einer Stiftung formulierte, endlich mit Leben erfüllt werden: Eine wissenschaftlich arbeitende Institution, die nicht tagesaktuellen Zwecken dient. Nun kann die Erbschaft von Magnus Hirschfeld und anderen, lesbischen und schwulen Wissenschaftler/innen auch aus der Sphäre des Bundestags heraus angetreten werden.
Tatjana Eggeling, Vorstandsmitglied der Initiative Queer Nations e.V. erklärt weiter: "Die Initiative Queer Nations wurde im Jahr 2005 gegründet, um die Förderung von Wissenschaft und Forschung zur Geschichte und Gesellschaftlichkeit homoxexuellen Lebens voranzubringen. Durch eigene Forschungen, die Organisation von wissenschaftlichen Tagungen und die Veröffentlichung wissenschaftlicher Dokumentationen und Publikationen wie der Zeitschrift Queer Lectures will sie ihren Beitrag leisten, die weißen Flecken auf der sozial- und geisteswissenschaftlichen Landkarte mit Leben zu füllen."
Die Arbeit unserer Initiative zielt auch darauf, die menschenrechtsorientierte Arbeit von Initiativen und Gruppen aus der Lesbisch/Schwulen/Trans-Bewegung durch wissenschaftliche Erkenntnisse zu untermauern. Ebenso könnte auch die Arbeit der Bundesstiftung dieses Wirken mit wissenschaftlicher Expertise unterfüttern. Dass dies nun institutionalisiert, mit Blick in die Zukunft möglich wird, wertschätzt die Initiative Queer Nations e.V. sehr.
Mit ihrem wissenschaftspolitischen Engagement wollte die Initiative Queer Nations e.V. einen Anstoß geben, damit der bereits 2001 beschlossene Bundestagsbeschluss zur Errichtung eines Magnus Hirschfeld-Instituts realisiert werden kann. Die IQN begrüßt die Entscheidung des Bundeskabinetts und wünscht der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld viel Erfolg in ihrem Wirken.
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Bundesstiftung Magnus Hirschfeld errichtet
Berlin (10.11.2011)
Zur Errichtung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld erklärt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:
"Mit Jörg Litwinschuh hat die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld heute ein Gesicht bekommen und kann ihre Arbeit aufnehmen. Das Forschungs- und Bildungsprogramm der neuen Stiftung wird einen wichtigen Beitrag für die Offenheit der Gesellschaft leisten. In einer offenen Gesellschaft darf es keine Diskriminierung von Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen geben. Auf dem Weg des Abbaus von Diskriminierungen bis zur gleichberechtigten Teilhabe von gleichgeschlechtlichen Lebensentwürfen setzt die Bundesregierung auf die Arbeit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld." Weiter …
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Dezember 2011: Tagung im Waldschlösschen
Rosa Radikale! Die Schwulenbewegung der 1970er Jahre
Die zweite Tagung (9.-11. Dezember 2011) zur Geschichte der westdeutschen Schwulenbewegung vergegenwärtigt ein aktionsgeladenes legendäres Jahrzehnt. Ihr Aufbruch 1971 mit dem Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt". Ihr Versprechen: Sexuelle Befreiung. Ihr Kampf gegen sexuelle Unterdrückung: mit Coming Out und politischer Agitation, in Arbeitskreisen und Selbsterfahrungsgruppen. Ihre Basis: die 68er-Studentenbewegung. Polit- und Lustfraktionen und ihr Tuntenstreit 1973.
Polit- und Lustfraktionen und ihr Tuntenstreit 1973. Straßendemos und Fummelfeten. Das Homolulu-Festival 1979. Die Rosa Front, die Indianer-Kommune und der Eklat in der Bonner Beethovenhalle 1980. Und nicht zuletzt die ersten CSD in Berlin, Bremen, Köln und Hamburg. Das sind Stationen und Ereignisse, die die Erinnerung damaliger Bewegungsschwestern prägen, doch der jüngeren Generation – mit Ausnahme des CSD – mehrheitlich kaum mehr etwas bedeuten.
Was war das für eine Aufbruchsbewegung? Wofür, womit und wogegen kämpfte sie? Was hat sie zusammengehalten, zerstritten und gespalten? Was waren die Experimentierfelder, Protestformen und Bündnispolitiken? Welche Wirkungen hat die Bewegung damals entfaltet? Was hat sie erreicht, welche Impulse weitergegeben? Wer knüpft heute an das Erbe der Bewegungsschwestern an und führt es auf neue Weise fort?
Weiter...
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Neu Publikationsreihe von IQN
Queer Lectures!
Die Initiative Queer Nations trägt den akademischen Diskurs um "queere" Fragestellungen in die Öffentlichkeit und unsere Veranstaltungsreihen "Queer Lectures" bringen dabei versierte ReferentInnen und ein neugieriges (Fach-)Publikum zusammen. Anschließend dokumentieren wir diese besonderen Lektionen im Rahmen unserer Schriftenreihe "Queer Lectures", die inzwischen im 10. Band erschienen ist.
Die Kulturwissenschaftlerin Tatjana Eggeling ergründet darin die Ursachen der spezifischen Homophobie im nach wie vor männerbündlerisch dominierten Fußball; der Sexualwissenschaftler Martin Dannecker hat anlässlich des 150. Geburtstages Sigmund Freuds die psychoanalytischen Befunde im Hinblick auf Homosexuelles neu gelesen; Queer Studies-Wissenschaftler Robin Bauer ergründet das Leben von Transsexuellen und Transgender in einer zweigeschlechtlichen Welt; die Sexualhistorikerin Dagmar Herzog diagnostiziert den christianisierenden us-amerikanischen Diskurs zur Sexualität; der Germanist Andreas Kraß untersucht das Sprechen über Metrosexualität als eine spezifische Ausprägung des Antihomosexuellen und die Psychologin Ilka Quindeau fragt, "Wie wird man heterosexuell?"
Die Publikationsreihe "Queer Lectures" erscheint in Kooperation mit dem Verlag
MÄNNERSCHWARM