Maren Kroymann

geb. 1949. Studium der Romanistik und Anglistik/Amerikanistik in Tübingen, Paris und Berlin, wo sie seit 1971 lebt (Staatsexamen 1977). Während und nach dem Studium Theaterschauspielerin am Zimmertheater in Tübingen und in der freien Theaterszene Berlins. Solisten im Hanns-Eisler-Chor Berlin (West). 1982 erstes Solo als Kabarettistin und Sängerin: "Auf du und du mit dem Stöckelschuh" – ein Schlagerprogramm über das Frauenbild der 50er-Jahre. Danach Fernsehen: die ARD-Serien "Oh Gott, Herr Pfarrer" (1988/89) und "Vera Wesskamp" (1992/93). Neben Auftritten in "Scheibenwischer" und "Jonas" sowie in den Reihen "Mascha aus der Maske" (N3) und "Nachschlag" (ARD) hatte sie von 1993–97 als einzige Frau im deutschen Fernsehen ihre eigene Satiresendung "Nachtschwester Kroymann" (ARD) und wurde damit zur Ikone der Frauen-Satire.

1993 Coming Out vor einem Millionenpublikum im Magazin "Stern". Seitdem ist sie eine der bekanntesten offen lesbischen Frauen in Deutschland und äußert sich immer wieder zu Geschlechterfragen und Homo-Themen. 2000 erhielt Maren Kroymann den Berliner Frauenpreis für ihr "Werk als Kabarettistin und Schauspielerin und ganz besonders für ihr mutiges und wegweisendes feministisches Kabarett". Kinofilme: Hape Kerkelings "Kein Pardon" (1993), die Sönke Wortmann-Filme "Das Superweib" (1996) und "Der Campus" (1998), 1999 "Flucht ins Leben" (Die Erika- und Klaus Mann-Story) von Wieland Speck und Andrea Weiss. 2006 kommt ihr gerade fertig gestellter Film "Verfolgt" (Regie: Angelina Maccarone) in die Kinos.

Seit 2001 ist Maren Kroymann in der RTL-Comedy "Mein Leben und ich" und seit 2000 samt Band mit ihrem Bühnenprogramm "Gebrauchte Lieder" zu sehen und zu  hören.