Veranstaltungen

Die Reihe "Queer Lectures" ist eine Kooperation mit der Magnus-Hirschfeld- Gesellschaft e.V., dem Verein der Freunde eines schwulen Museums e.V., der Siegessäule.Queer in Berlin, dem Buchladen Eisenherz Berlin und dem MännerschwarmSkript Verlag Hamburg.
Gefördert wird "Queer Lectures" mit den Mitteln der "Hannchen-Mehrzweck-Stiftung".

Queer Lectures präsentiert:


 

Mark Simpson über Sport und Schwulen Porno - Wie Metro ist der Mann von heute wirklich?


Die Initiative Queer Nations e.V., der Berliner CSD e.V. und die Zeitschrift Männer

haben den Erfinder des Begriffes Metrosexualität heute Abend zu einem Vortrag eingeladen.

Mark Simpson ist britischer Journalist und machte auch mit Büchern wie „Male Impersonators“ und dem umstrittenen „Anti-Gay“, das einen kritischen Blick auf die schwule Szene warf, auf sich aufmerksam. Thema heute Abend: „Sporno: How sport got into bed with gay porn – with Mr Armani taking pictures“ (Vortrag auf Englisch) oder auch warum David Beckham (siehe Foto) in lasziver Pose für Armani posierte. (gf)


Wann und Wo: 19.4.2010, 20 Uhr, Galerie Dörrie-Priess, Yorckstraße 89a


 

Robin Bauer: "Ihre Eltern dachten, dass sie ein Junge wäre." Transsexualität und Transgender in einer zweigeschlechtlichen Welt

Queer lecture auf der Leipziger Buchmesse in Kooperation mit Männerschwarm:

20. März, 14.30 Uhr in der RosaLinde

In unserer heutigen Gesellschaft gilt es weitgehend als unhinterfragte Tatsache, dass es zwei Geschlechter gibt und dass jeder Mensch bei der Geburt aufgrund körperlicher Merkmale einem Geschlecht eindeutig zugewiesen werden kann, in diesem aufwächst und es bis an sein Lebensende behält. Diese vermeintlich natürliche Gegebenheit wird jedoch durch die zunehmende alltägliche und mediale Sichtbarkeit und politische Aktivität von Menschen, die in dieses Raster nicht passen, immer mehr in Frage gestellt. Dabei melden sich nicht nur Transsexuelle, die von einem Geschlecht zum anderen wechseln, sondern auch Transgenders, die zwischen den Geschlechtern leben, zu Wort. In dieser Queer Lecture wird daher anhand der Darstellung der Vielfalt von Transgender Identitäten und Lebensweisen die queere Kritik an der Vorstellung der Zweigeschlechtlichkeit anschaulich vorgestellt. Robin Bauer stellt dar, wie das heutige Verständnis von Transsexualität sich historisch im Wechselspiel von "Betroffenen", Medizin und Psychiatrie entwickelt hat und wie sich aus der Kritik an diesem Konzept und der Norm der zwei Geschlechter eine Transgender-Bewegung formiert hat.

Robin Bauer, Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg für Queer Studies und Gender & Queer Science Studies (Naturwissenschaftskritik), arbeitet derzeit an seiner Promotion zum Thema Queere BDSM Praktiken und Communitys in der Soziologie. Seine Forschungsinteressen und aktivistischen Schwerpunkte sind BDSM, Transgender, nichtmonogame Lebensweisen und HIV/AIDS Prävention.

Der Vortrag ist als Heft 7 der Reihe Queer-Lectures erschienen.


 

Robin Bauer: "Transsexualität - Nahe am Normkörper"

Buchbesprechung in der Wochenzeitung WOZ Nr. 3 vom 21.1.2010

Der "schwangere Mann" Thomas Beatie machte 2OO8 international Scblagzeilen.

Die vielen kruden Kommentare dazu - nicht nur auf Onlineforen, sondern auch in der

deutschen taz - zeigen, dass die Akzeptanz von Transsexuellen noch lange

nicht selbsverständlich ist.

Erschienen im Männerschwarm Verlag, Hamburg 2009


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Ilka Quindeauu: "Wie entsteht Heterosexualität?"


Queer Lecture am Donnerstag den 29. Oktober um 19:00 Uhr

Die klassische Frage gegen Homosexuelle lautet stets: Wie wird man denn lesbisch, wie schwul? Gibt es ein Homogen? War an der Kristallisierung dieser sexuellen Orientierung irgendwer schuld? Fragen, mit denen Homosexuelle pathologisiert werden - seit es den Diskurs zur Homosexualität gibt.
Die Psychoanalytikerin Ilka Quindeauu, Soziologin und Psychoanalytikerin, die als Professorin für Klinische Psychologie an der Fachhochschule Frankfurt am Main lehrt, übt Kritik an dieser Heteronormativität - an der Idee, dass die Natur Begehren quasi automatisch an ein verschiedengeschlechtliches Paar gebunden hat.
Ihr jüngstes Buch "Verführung und Begehren" (Stuttgart 2008) hat in der psychologischen Szene für Furore gesorgt - eine Kritik des Naturhaften, eine, die das Sexuelle des Menschen ganzheitlich denkt. Und der alten freudianischen Frage nachgeht: Wie entsteht Heterosexualität?


Wann und wo: Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 19:00 in der Galerie Dörrie * Priess,
Yorckstrasse 89a, 10965 Berlin. Die Veranstaltung wird präsentiert von der Zeitschrift Siegessäule.




Dr. Helmut Graupner zu "Mit dem Recht zur Gleichheit?


Queer Lecture am Donnerstag den 25. Juni um 20:00 Uhr

Dr. Helmut Graupner hat am 1. April 2008 das Maruko-Urteil vor dem EuGH erstritten. In dem Urteil machte der EuGH prinzipiell deutlich, dass die Diskriminierungen der eigetragenen Lebenspartnerschaft zur Ehe gegen europäisches Recht verstoßen.Dr. Graupner berichtet über die Möglichkeiten, mit dem Recht die Gleichheit zu erstreiten, und er berichtet über die Grenzen des deutschen Rechtsverständnisses. (In deutscher Sprache).


Wann und Wo: Donnerstag den 25. Juni um 20:00 Uhr in der Galerie Dörrie*Priess, Yorckstr. 89a.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Berliner CSD e.V.

                                    


Mark Simpson zu "Gay Creationism & The Zombie Media’s Hunger For Gay Brains" zudem in Kooperation mit der Zeitschrift Männer - Moderation: Dr. Peter Rehberg

                                                        
Queer Lecture am Donnerstag den 18. Juni um 20:00 Uhr

Mark Simpson zu "Gay Creationism & The Zombie Media’s Hunger For Gay Brains"
zudem in Kooperation mit der Zeitschrift Männer - Moderation: Dr. Peter Rehberg

Mark Simpson takes a sceptical look at the barrage of media reports of recent scientific studies that claim to demonstrate that homosexuality is ‘inborn’ and that gay men have ‘female brains’. He asks why the curious – and originally German – notion of a ‘third sex’ (albeit one that merely proves the rule of the other two) is being resurrected by scientists: scientists who are often themselves ‘third sexers’. (In englischer Sprache)

"Mark Simpson is the British journalist who coined the term ‘metrosexual’, and is the author of ‘Male Impersonators’, ‘Anti-Gay’ and ‘Saint Morrissey’. He recently made GQ Russia’s list of ‘Top Twenty Things That Changed Men’s Lives’, ahead of Arnold Schwarzenegger, Sigmund Freud and even Biotherme Homme."  www.marksimpson.com

Wann und Wo: Donnerstag den 18. Juni um 20:00 Uhr in der Galerie Dörrie*Priess, Yorckstr. 89a.
Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Berliner CSD e.V. und der Zeitschrift "Männer".
                                                           



Coming-Out: Die Inszenierung schwuler Identität zwischen Auflehnung und Anpassung


Dienstag, 16. Januar 2007, 19:30 Uhr: Queer Nations Lecture mit Dr. Volker Woltersdorff, Literatur- und Kulturwissenschaftler an der FU Berlin

Als "Coming-Out" bezeichnen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten eine für ihre Identität zentrale Erfahrung, die ihre Selbstwahrnehmung und Lebensgestaltung bestimmt und dabei einem verbindlichen kulturellen Muster folgt. Dieses Muster nimmt Volker Woltersdorff anhand der Bewegungsgeschichte schwuler Männer historisch und kritisch unter die Lupe. Denn die Bedingungen, Strategien und Ziele von schwulen Coming-Out-Inszenierungen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten seit der New Yorker Stonewall-Revolte erheblich gewandelt.

Wann und Wo: Dienstag, 16. Januar, 19.30 Uhr; Galerie Dörrie + Priess, Yorckstrasse 89a, 10965 Berlin.



"Living Out Loud"


Dienstag, 14. November 2006, 19:30 Uhr: "Living Out Loud. A history of gay and lesbian activism in Australia", ein Vortrag in englischer Sprache von Prof. DR. GRAHAM WILLETT

From law reform to Lesbian Sex Wars, from Young Gays to Grey Gays, via demos, drag and dancing… For 45 years, Australian lesbians, gay men and their friends have struggled to change the way homosexuals are treated and thought about. And they have been remarkably successful. Laws dating back to the time of King Henry VIII have been repealed in all states and territories. But even before that was achieved, demands for full legal equality had moved on to the public agenda; the points of view of homosexual men and woman became part of the mainstream media.

In transforming society, lesbians and gay men have transformed themselves. The old attitudes of fear and self-loathing are gone. Gay Pride is now a powerful force in the lives of millions. The communities that have been forged along the way are a significant part of Australia’s rich multicultural mix – and major players in the economy.

Lively, thoughtful and often surprising, Graham Willet tells the stories of events and people who changed society. He offers powerful insights into the history and heart that underpin the flamboyant face of celebrations like Mardi Gras

Dr. Graham Willet majored in history at Melbourne University in late 1970s. He was involved in gay and lesbian politics and also in far left activism. „Living out Loud“ was published in 2000.

(Eine Erfolgsgeschichte ist von down under zu erzählen – und Graham Willett, His-toriker an der Universität Melbourne, weiß sie zu überliefern: die der australi-schen Queers, der Schwulen und Lesben, Transgender und Bisexuellen. Vor 45 Jahre begann ihr Kampf um Anerkennung und Respekt. Was sie geschafft haben war nicht nur die annähernd rechtliche Gleichstellung, sondern auch – und viel mehr – die Akzeptanz durch den gesellschaftlichen Mainstream. Auf der öffentli-chen Agenda stehen queere Rechte so gültig wie die anderer Minderheiten – nie-mand traut sich mehr aus dem restlichen Establishment, die An- und Einsprüche queerer Bürger und BürgerInnen zu ignorieren. Lebensnah, nachdenklich und ü-berraschend erzählt Graham Willett, einer der profundesten Chronisten der aust-ralischen Schwulenbewegung, von den Personen, die die Veränderung durchge-setzt haben, von Ereignissen und Ergebnissen, die die Gesellschaft neu durch-wirkt haben. Wer erfahren möchte, wie!

In Australien gelang, was andernorts noch hart umkämpft ist und wohl bleibt, wird von Graham Willett erfahren, wie aus einer machohaften Strafkolonie britischer Provenienz eines der liberalsten Länder der Welt werden konnte.)

Wann und Wo: Dienstag, 14. November 2006 (19.30 Uhr): Galerie Dörrie + Priess, Yorckstrasse 89a, 10965 Berlin



"Amerikanische Perversionen"


Mittwoch, 18. Oktober 2006, 19:30 Uhr: "Amerikanische Perversionen: Wie die religiöse Rechte in den USA durch Sex an die Macht gelangte", e in Vortrag von Prof. Dagmar Herzog:

Die religiöse Rechte ist die zur Zeit wirksamste politische Macht in den USA. Sie hat bei der Wiederwahl von George W. Bush 2004 die ausschlaggebende Rolle gespielt - nicht zuletzt durch die Mobilisierung der Wähler gegen die Homoehe - und hat es in den letzten 10 Jahren geschafft, den gesamten sexualpolitischen Diskurs in den USA umzukrempeln. Die Demokraten sind sexualpolitisch - und dadurch auch gesamtpolitisch - völlig in die Defensive geraten. Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton plädiert für das Teenagerzölibat; Demokraten, die Abtreibungsgegner sind, haben die besseren Chancen. In einem Drittel aller amerikanischen High Schools wird Abstinenz vor der Ehe als die alleinige Möglichkeit genannt, ungewollte Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten zu verhindern. Unverheiratete Frauen bekommen in einer wachsenden Zahl von Apotheken keine Kontrazeptiva - trotz Arztrezept. Senatoren nehmen sich auf Capitol Hill die Zeit und das Geld der Steuerzahler, um Experten anzuhören, die gegen die Onanie und Pornographie wettern - und hierin eine neue gesundheitsgefährdende Epidemie finden, die in Millionen Menschen neurochemische Änderungen im Gehirn herbeiführen.

Aber die religiöse Rechte wird von ihren Gegnern falsch verstanden. Sie ist nicht nur sexualrepressiv, sondern bietet ihren Anhängern - innerhalb der monogamen Hetero-Ehe - ekstatischen Sex. Und ihre Homophobie ist viel cleverer und subtiler als die traditionelle, nicht zuletzt weil sie sich queere und sozialkonstruktivistische Ansätze zu Eigen macht. Die Historikerin Dagmar Herzog erläutert die besondere Kombination von New-Age-Therapeutismus, Aggression und Lustversprechen in der neuen religiösen Rechten und die komplexen gegenwärtigen Veränderungen in der Sexualkultur der USA, die den rasanten Aufstieg der religiösen Rechten und die große Verunsicherung der demokratischen Politiker und Wähler erklärbar macht.

Dagmar Herzog ist Professorin für Geschichte am Graduate Center der City University of New York. Sie veröffentlichte mehrere Bücher zur Geschichte der Sexualität und zu Gender-Fragen sowie zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, zuletzt "Die Politisierung der Lust" (Siedler 2005).

Wann und Wo: Mittwoch, 18. Oktober 2006 (19.30 Uhr): Galerie Dörrie + Priess, Yorckstrasse 89a, 10965 Berlin



Queer Lectures mit Martin Dannecker: „Wie queer dachte Freud“

 
Dienstag, 2. Mai 2006 , 19 Uhr : Vorlesung und Diskussion von und mit Martin Dannecker - Die Dekonstruktion der sexuellen Normalität in den „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“

Am 6. Mai vor 150 Jahren wurde Sigmund Freud geboren – Anlass für vielfältige Erinnerungsarbeiten, im Fernsehen, in Zeitungen und Magazinen. Auf der Strecke bleibt bei all diesen Beiträgen seine bemerkenswerte Sexualtheorie, in der er dem Primat der Heterosexualität den Boden entzieht und zugleich die Homosexualität weitgehend entpathologisiert.

Martin Dannecker, bis zu seiner Pensionierung Ende 2005 Professor am Institut für Sexualwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main, hat sich Zeit seines intellektuellen Lebens mit Freud auseinandergesetzt. Er wird einen postumen Geburtstagsgruß der fundamentalen Art entrichten: Back to Freud – gegen die Freudianer?!?

Wann und Wo: Dienstag, 2. Mai 2006, 2. Queer Lectures der Initiative Queer Nations in der Galerie Dörrie + Priess, Yorckstrasse 89a, 10965 Berlin, Nähe U-Bahn Mehringdamm.




Metrosexualität


Dienstag, 4. April 2006, 19:30 Uhr : Queer Nations Lecture mit Andreas Kraß, einem der wichtigsten deutschen Vertreter der queer theory

Metrosexualität ist ein Mode-Wort. Es verkündet die Botschaft, dass sich der heterosexuelle Mann äußerlich wie innerlich mehr und mehr dem (heimlichen Idol des) schwulen Mannes annähert. Mit einer Pointe: Der metrosexuelle Mann kleidet sich zwar modisch und hat Manieren, steht aber trotzdem wie eh und je auf Frauen.

Andreas Kraß, seit seinem 2003 bei Suhrkamp erschienenen Buch „Queer Denken“ als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der queer theory bekannt, analysiert diese These im Kontext eines Denkens, das alle gesellschaftlichen Zeichen auf ihre Heteronormativität hin überprüft. Sind Männer mit metrosexuellem Selbstverständnis also „Wölfe im Schafspelz“ – oder sind es tapfere Avantgardisten, die sich endgültig von der Figuration des Mannes als soldatische Spezies verabschieden wollen?

In Kooperation mit der Zeitschrift Siegessäule.queer in Berlin, dem Verein der Freunde eines Schwulen Museums e.V., der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. und dem Buchladen Eisenherz Berlin.

Wann und Wo:
Dienstag, 4. April 2006, 19:30 Uhr; Galerie Dörrie + Priess, Yorckstrasse 89a, 10965 Berlin, Tel. 030-7889 55 33, Nähe U-Bhf. Mehringdamm.