Presse

+++ Pressemitteilung +++ Pressemitteilung  +++ Pressemitteilung +++ Pressemitteilung +++ Pressemit

Die Initiative Queer Nations e.V. (IQN) ist erfreut über die Gründung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Berlin (10.11.2011)
Von dieser Bundesstiftung geht ein entscheidender Impuls zur Förderung und Erforschung der sexuellen Vielfalt aus. Die Forschung über Lesben, Schwule Trans- und Intersexuelle führt an den Hochschulen bislang ein Nischendasein. Die Bundesstiftung kann dem entscheidend Abhilfe schaffen und wichtige Impulse in Politik und Gesellschaft setzen", erklärt Dr. Tatjana Eggeling, Vorstandsmitglied der Initiative Queer Nations e.V.

Die IQN begrüßt die Gründung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld auch deshalb, weil die Anregungen, die der Deutsche Bundestag bereits 2002 zu einer Stiftung formulierte, endlich mit Leben erfüllt werden: Eine wissenschaftlich arbeitende Institution, die nicht tagesaktuellen Zwecken dient. Nun kann die Erbschaft von Magnus Hirschfeld und anderen, lesbischen und schwulen Wissenschaftler/innen auch aus der Sphäre des Bundestags heraus angetreten werden.

Tatjana Eggeling, Vorstandsmitglied der Initiative Queer Nations e.V. erklärt weiter: „Die Initiative Queer Nations wurde im Jahr 2005 gegründet, um die Förderung von Wissenschaft und Forschung zur Geschichte und Gesellschaftlichkeit homoxexuellen Lebens voranzubringen. Durch eigene Forschungen, die Organisation von wissenschaftlichen Tagungen und die Veröffentlichung wissenschaftlicher Dokumentationen und Publikationen wie der Zeitschrift Queer Lectures will sie ihren Beitrag leisten, die weißen Flecken auf der sozial- und geisteswissenschaftlichen Landkarte mit Leben zu füllen."

Die Arbeit unserer Initiative zielt auch darauf, die menschenrechtsorientierte Arbeit von Initiativen und Gruppen aus der Lesbisch/Schwulen/Trans-Bewegung durch wissenschaftliche Erkenntnisse zu untermauern. Ebenso könnte auch die Arbeit der Bundesstiftung dieses Wirken mit wissenschaftlicher Expertise unterfüttern. Dass dies nun institutionalisiert, mit Blick in die Zukunft möglich wird, wertschätzt die Initiative Queer Nations e.V. sehr.

Mit ihrem wissenschaftspolitischen Engagement wollte die Initiative Queer Nations e.V. einen Anstoß geben, damit der bereits 2001 beschlossene Bundestagsbeschluss zur Errichtung eines Magnus Hirschfeld-Instituts realisiert werden kann. Die IQN begrüßt die Entscheidung des Bundeskabinetts und wünscht der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld viel Erfolg in ihrem Wirken.



+++ Pressemitteilung +++ Pressemitteilung  +++ Pressemitteilung +++ Pressemitteilung +++ Pressemit

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld errichtet

Berlin (10.11.2011)
Zur Errichtung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld erklärt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:

Mit Jörg Litwinschuh hat die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld heute ein Gesicht bekommen. Die Stiftung kann jetzt ihre Arbeit aufnehmen. Das Forschungs- und Bildungsprogramm der neuen Stiftung wird einen wichtigen Beitrag für die Offenheit der Gesellschaft leisten. In einer offenen Gesellschaft darf es keine Diskriminierung von Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen geben. Auf dem Weg des Abbaus von Diskriminierungen bis zur gleichberechtigten Teilhabe von gleichgeschlechtlichen Lebensentwürfen setzt die Bundesregierung auch auf die jetzt konkret beginnende Arbeit der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Weiter …
Bundesministerium der Justiz



+++ Pressemitteilung +++ Pressemitteilung +++ Pressemitteilung +++ Pressemitteilung +++ Pressemit

Bundesregierung errichtet Magnus-Hirschfeld-Stiftung :

Initiative Queer Nations e.V. hat ehrgeiziges Ziel der Förderung interdisziplinärer Forschung und Bildung erreicht und Sitz im Kuratorium der Stiftung

Berlin (31. August 2011)
Das Bundeskabinett hat heute die Errichtung einer „Bundesstiftung Magnus Hirschfeld“ als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit dem Zweck beschlossen
, die nationalsozialistische Verfolgung Homosexueller in Erinnerung zu halten, die Lebenswelt lesbischer Frauen und schwuler Männer zu erforschen, Wissenstransfer durch Bildung zu ermöglichen und somit auch der Diskriminierung von Homosexuellen in unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.

Damit hat die 2005 gegründete Initiative Queer Nations e.V. (IQN) ihr ehrgeiziges Ziel erreicht:

Die wissenschaftlichen Forschungen zu lesbischem und schwulem Leben und seiner gesellschaftlichen Bedingungen in Vergangenheit und Gegenwart zu fördern und zu institutionalisieren.
Das Stiftungs-Kuratorium soll die Geschäftsführung des Vorstandes unterstützen und überwachen. In dem 21-Stimmen-Gremium sitzen Vertreter/innen des Deutschen Bundestages, der Bundesministerien sowie von acht Vereinen der LGBT-Community. IQN ist als Institution mit einer Stimme vertreten. Gemäß des IQN-Grundsatzes der Geschlechterparität wurden mit der Ethnologin Dr. Tatjana Eggeling und dem Historiker Andreas Pretzel zwei einschlägig erfahrene Wissenschaftler/innen bestimmt, die die Initiative in der Stiftung repräsentieren werden. Ein Fachbeirat wird das Kuratorium und den geschäftsführenden Vorstand bei der Planung und Durchführung des Forschungs- und Bildungsprogramms beraten.

Jörg Litwinschuh, Vorsitzender des Vorstandes der Initiative Queer Nations:

„Die Bundesregierung setzt mit dieser Stiftung international ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen und transident lebenden Menschen. Zugleich eröffnen sich durch die Aufgaben der Stiftung große Chancen, dass sich Wissenschaftler/innen wieder dem Forschungsfeld der Homosexualität widmen können. Die Erkenntnisse der Geschichts- wie der Gesellschaftswissenschaften zu Lesben und Schwulen sind lückenhaft, weil es in den vergangenen Jahrzehnten an Förderung, an Aufmerksamkeit und an Interesse fehlte. Für uns ist eine erfolgreiche Stiftungsarbeit eng mit der Schaffung eines eigenen Magnus-Hirschfeld-Forschungsinstituts in Berlin verbunden, das bisher im Stiftungszweck nicht verankert ist. Für dessen Gründung werden wir uns innerhalb und außerhalb der Stiftung engagieren und möchten auch das Land Berlin als Partner gewinnen.
Das Stiftungsvermögen von 10 Millionen Euro reicht für die Erfüllung der Stiftungsaufgaben und -Programme nicht aus. Wir fordern daher eine Vermögensaufstockung in den kommenden Jahren und ein aktives Werben der Stiftung bei privaten Zustifter/innen und anderen Zuwendungsgeber/innen.“

Weiter:
Bundesministerium der Justiz